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12.11.2019

Neues aus der Kultur

Peer Gynt


Kultursaison 2019/20 mit großem Erfolg eröffnet!

„Peer Gynt“ als wuchtiges Rockmusical im Ibbenbürener Bürgerhaus

Neue Facetten für Bühnenklassiker

Von Holger Luck

IBBENBÜREN. Mit einer Deutschlandpremiere startete am Donnerstagabend das städtische Kulturprogramm 2019/20. Nach „Hamlet“ im letzten Jahr, brachte die Opernwerkstatt am Rhein mit „Peer Gynt“ erneut einen Bühnenklassiker in rockigem Gewand auf die Bühne. Die Zuschauer im gut gefüllten Bürgerhaus erlebten eine wuchtige Inszenierung mit wenigen Längen und ganz vielen großen Momenten.


Szenenfoto (c) Holger Luck
Foto: Holger Luck

Peer Gynt. Die tragische Geschichte des aufschneiderischen Fantasten aus der Feder von Henrik Ibsen hat schon viele Adaptionen erfahren. Mit Sascha von Donats Inszenierung als Rockmusical gibt es nun eine weitere, eine ungewöhnliche, für manchen vielleicht auch gewöhnungsbedürftige. Ein künstlerisches Experiment, das dem Regisseur und dem spielfreudigen Ensemble der Theaterwerkstatt am Rhein zu großen Teilen überaus gelungen ist.

Hier und da hatte das Stück ein paar Längen und geriet manchmal, vor allem im Mittelteil, ein wenig zu skurril und überdreht. Die ansonsten dichte und gefühlvolle Inszenierung machte kleine Schwächen allerdings locker wett. Vor allem die großartige Musik riss das Ibbenbürener Publikum mit, nachdem es zunächst eine Weile gebraucht hatte, um mit dem Stück warm zu werden. Immer wieder standen die modernen Popsongs im reizvollen Kontrast zur antiquierten Sprache der von Christian Morgenstern übersetzten, norwegischen Vorlage aus dem 19. Jahrhundert.

Besonders schön harmonierten Musik und Dramenhandlung als sich Peer (Gerrit Hericks) und Solveig (Asya Pritchard) zu Lady Gagas „Shallow“ erstmals näher kamen, als die Trolle mit „Pogo in Togo“ förmlich über das Theaterpublikum herfielen und als der alternde Peer Gynt mit dem grandiosen Radiohead-Klassiker „Creep“ seine Verzweiflung zum Ausdruck brachte. Bei alldem glänzten die Akteure gesanglich ebenso wie schauspielerisch. Die zentrale Bedeutung der Musik wurde durch die mitten auf der Bühne spielende Liveband noch um einiges deutlicher.

Den Handlungssprung von 30 Jahren markierte die Pause. In der zweiten Hälfte nahm sich das Stück vermehrt die Freiheit für zeitkritische Anspielungen. So traf Peer Gynt im Irrenhaus auf „besorgte Bürger“ und US-Präsidenten, die von Mauern träumen.

Ohne solche Handlungsbrüche und vor allem ohne die mehr als gelungene Musikauswahl wäre das Stück mit fast drei Stunden Spielzeit sicher auch für hart gesottene Theaterfreunde eine Herausforderung gewesen. So aber bot es beste und kurzweilige Theaterunterhaltung mit großer atmosphärischer Dichte, zu der nicht zuletzt die rustikalen Kulissen aus rauen Felsen, die Schattenspiele, der Kunstschnee und der wabernde Nebel beitrugen.




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